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Eine sehr schöne Beschreibung von wahrhaftigen
Beziehungen. Gefunden bei
www.karezza.ch.
Beziehungen
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Drei Dinge sind es, die im Wesentlichen eine
Beziehung ausmachen: die sexuelle
Anziehungskraft, die Gefühle und die
Ausrichtung der beiden Menschen, welche die
Beziehung eingehen. Alle anderen Dinge sind
einem dieser Punkte zuzuordnen. In der
heutigen Zeit ist es so, dass der sexuellen
Anziehungskraft eine grosse Bedeutung
beigemessen wird. Überall wird mit nackter
Haut für allerlei Produkte geworben, Männer
wie Frauen ziehen sich körperbetont an,
schmücken und schminken sich, so dass das
jeweils andere Geschlecht in seinen niederen
Instinkten angesprochen wird und ein
Verlangen nach körperlicher Befriedigung
entwickelt. Manch eine Beziehung kommt auf
diese Weise zustande, und oft wundert man
sich nach einem weiteren missglückten
Versuch, warum man immer wieder auf die
"falschen" Partner hereinfällt, auf jene,
die immer nur "das eine" wollen. Aber warum
sollte man sich wundern? Das, was man
aussendet, zieht man halt auch wieder an.
Und zeigt man nach aussen, dass einen in
erster Linie der eigene sowie auch fremde
Körper interessieren, wird man
dementsprechend auf Menschen stossen, die
genau so denken. Zwar kann es geschehen,
dass in einer solchen Beziehung mit der Zeit
auch Gefühle eine Rolle spielen, selten
jedoch wird auch die Ausrichtung im Leben
eine gemeinsame sein. Dies wären dann die
absoluten Glückstreffer. Sozusagen die
"blinden Hühner", die trotz ihrer
Behinderung ein Korn finden. |
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Wie
nun entsteht eine wahrhaftige Beziehung, in der
Liebe und Respekt die Hauptrolle spielen und man an
einer gemeinsamen Zukunft arbeitet? Die Antwort ist
denkbar einfach: man beginnt darüber nachzudenken,
was einem im Leben wichtig ist und was man gemeinsam
mit dem Partner erreichen möchte. Dann wünscht man
sich, dem passenden Partner zu begegnen und bereitet
sich voller Freude darauf vor. Begegnet man nun
jemandem, der in Frage käme, schaut man als erstes,
ob eine geistige Übereinstimmung vorhanden ist. Was
ist ihm wichtig im Leben? Wie denkt er? Wie hat er
sich sein Leben eingerichtet? Was sind seine Wünsche
und Träume und was seine Ansichten? Stimmen diese
Dinge weitgehend mit den eigenen überein, wird ganz
automatisch ein gegenseitiges Interesse entstehen.
Man wird es geniessen, mit dem anderen zu
diskutieren und immer wieder seine Nähe suchen. Ganz
allmählich wird man füreinander Gefühle entwickeln,
denn man spürt, dass man auf einer tieferen Ebene
miteinander verbunden ist. Eine zarte Liebe beginnt
zu keimen, die jedoch nichts mit Sexualität zu tun
hat. Aus einem netten Kollegen wird ein guter
Freund. Manchmal reicht das völlig aus. Man geniesst
die Gesellschaft des anderen, lebt aber daneben sein
eigenes Leben weiter. Doch kann es auch geschehen,
dass man immer öfter die Nähe des Freundes sucht,
ja, mit der Zeit gar nicht mehr ohne ihn sein
möchte. Man beginnt sich vielleicht nach seiner
Berührung zu sehnen, im Blick seiner liebevollen
Augen zu versinken, alles um sich herum zu vergessen
und sich völlig der Liebe hinzugeben! Dann wird man
sich auch körperlich vereinen. Doch was hier
geschieht, hat mit der triebhaften, egoistischen
Sexualität nichts zu tun.
In
einer wahrhaftigen Beziehung ist man sich innerlich
so nah, dass man sich mit seinem Partner als Einheit
empfindet. Das wird oft auch von aussen so
wahrgenommen. Die Verbindung ist getragen von
gegenseitigem Respekt und tiefem Vertrauen. Jeder
sieht im anderen die Verkörperung des Göttlichen,
und gegen äussere Versuchungen ist man geradezu
immun. Nur der Partner und die gemeinsame Liebe ist
wichtig und bestimmt das ganze Sein. Nun ist es
natürlich mitnichten so, dass es in solchen
Beziehungen niemals Spannungen gibt. Gerade wenn
sich zwei Seelenpartner begegnen, kommen die
verborgensten Probleme und bestgehüteten Geheimnisse
auf einmal zum Vorschein, denn der andere trägt ja
das genaue Gegenstück dazu in sich. Oft sind das
sehr schwierige Zeiten, aber sie bergen mitunter die
grössten Chancen. Bleibt man weiterhin offen und
ehrlich zueinander, gelingt es nämlich, gerade die
tiefsitzendsten Dinge endlich aufzulösen. Und dabei
befindet man sich in der sicheren Höhle der Liebe,
die man sich zuvor gemeinsam erarbeitet hat. Man
weiss, dass die Beziehung auf einem festen Fundament
gründet und nicht so leicht zu erschüttern ist.
Dankbar schaut man nach überlebtem Sturm zurück, mit
gestärktem Vertrauen und um einige wichtige
Erfahrungen reicher.
Wer
nun denkt, dass eine solche Beziehung mit der Zeit
langweilig werde, da jeder sich nur auf den anderen
konzentriere, irrt sich. Gerade weil man ja möchte,
dass es dem Partner gut geht, wird man ihn in allem
unterstützen, was ihn glücklich macht. Man wird sich
auch für die Dinge interessieren, die er liebt, denn
da er sich ihnen in Liebe widmet, sind sie gleichsam
ein Teil von ihm. Und weil man ja im Grossen und
Ganzen die gleiche Ausrichtung im Leben hat, werden
beiden die selben Dinge als wichtig erscheinen und
es werden sich viele Dinge ergeben, die man
miteinander erschaffen will. Dadurch wird die
Verbindung natürlich wiederum vertieft, und man geht
gemeinsam und in riesen Schritten vorwärts.
In
einer wahrhaften Beziehung oder Ehe hat die
Sexualität einen völlig anderen Sinn als in einer
oberflächlichen Verbindung. Hier ist sie ein
heiliges Ritual, in dem Mann und Frau ihre Energien
in Liebe zu einem Schöpfungsakt verbinden. Selbst
wenn sie nicht planen, ein Kind zu zeugen, entsteht
dabei eine enorme Schöpferkraft! Die weibliche
Urkraft verbindet sich mit der männlichen Urkraft,
und beide sind dabei ebenbürtig. Am Anfang einer
solchen Begegnung werden sich die beiden Partner in
die Augen schauen und beide im andern den Gott oder
die Göttin erkennen und lieben. Dabei werden sich
ihre Herzen weit öffnen, so dass der Strom der Liebe
zwischen ihren Herzen pulsiert. Dann werden sie das
Bedürfnis verspüren, den Partner zu liebkosen, dabei
sich immer wieder in die Augen schauend. Irgendwann
werden ihre Körper sich wünschen, genauso wie die
Herzen miteinander zu verschmelzen. Während der Mann
langsam und zärtlich in die Frau eindringt, spüren
beide, wie sich ihre Energien zu einer einzigen
verbinden. Um diesen wundervollen Moment
auszukosten, verhalten sie sich nun völlig still und
spüren dieser Vereinigung nach. Ihre Herzen sind
noch immer in tiefer Liebe verbunden, die Blicke
ineinander versunken. Alles um sie herum blendet
sich aus, die Gedanken verstummen. Es gibt nur noch
diesen Augenblick und das tiefe Gefühl des
Einsseins. Wer möchte, kann sich völlig in dieses
Gefühl ergeben und stundenlang darin verweilen. Oder
man beginnt sich langsam und liebevoll zu bewegen,
mit seiner Aufmerksamkeit stets beim Partner
bleibend. Tiefe Liebe und völlige Hingabe verhindern
ein Abschweifen der Gedanken. Unten ist der Mann der
Gebende und die Frau die Empfangende, währenddem es
oben gerade umgekehrt ist. Dort befruchtet die Frau
mit ihrer Liebe und Hingabe den Geist des Mannes.
Auf diese Weise werden sie gemeinsam zum Schöpfer
neuer Welten. Äusserst wichtig dabei ist, dass sie
sich stets zugewandt sind, so dass der Energiestrom
zwischen allen ihren Chakren fliessen kann. Was man
während einer solchen Begegnung erlebt, entzieht
sich aller Begriffe, und das Gefühl das
zurückbleibt, erfüllt einen noch Stunden und Tage
danach mit tiefster Freude und Glückseligkeit! Eine
Vereinigung solcher Art schenkt beiden Partnern
enorm viel Kraft und verhilft gemeinsamen Wünschen
und Träumen zu ihrer Verwirklichung.
Möchte man ein Kind zeugen, sollte man schon Tage
zuvor voller Freude von dem Kinde sprechen, sich mit
dieser Absicht vereinigen und vorher sowie während
des Liebesakts an das gemeinsame Kind denken, so
dass es bereits Teil des Schöpfungsprozesses ist.
Ein in Liebe gezeugtes Kind wird in jedem Fall viel
glücklicher sein als eines, das aufgrund eines
schnellen Vergnügens entstand. Die Innigkeit und
liebevolle Verbundenheit der Eltern wird überdies
eine Seele anziehen, die ihrerseits von Liebe und
Weisheit geprägt ist.
Bildquelle: andreas stix / pixelio.de
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