Eines unserer
Hauptanliegen ist es, Paare dazu einzuladen, sich mehr auf
den Erlebnissex, als auf den Orgasmussex zu konzentrieren.
Mehr Zeit für "Spiele der Liebe" im Liebesleben einzuräumen,
Phantasien auszuleben, mehr Nähe und Intimität zuzulassen,
sich zu öffnen und den anderen intensiver zu sehen. Auf
dieser Seite sammeln wir Ideen, Vorschläge und Tipps für den
Erlebnissex, eine Art Krabbelkiste, aus dem Sie sich das
herausholen, was Ihnen gerade gefällt.
Der erotische Raum
Schauen Sie sich einmal in Ihrem
Schlafzimmer um. Ist der Raum so
eingerichtet, dass Sie sich wohl fühlen?
Strahlt er die Schönheit, Intimität und
erotische Atmosphäre aus, die Sie sich auch
für Ihre Sexualität wünschen? Gibt es
Schubladen oder Schatzkistchen mit
erotischem Spielzeug, Ölen, Seidenschals
usw.? Bringt Ihr Schlafzimmer Sie in
Stimmung?
Oder steht da etwa ein Schreibtisch mit der
Steuererklärung neben dem offenen Bügelbrett
und gestapelte Koffer auf dem Schrank? Sehen
Sie vielleicht sogar den Erotikkiller Nr. 1
direkt vor dem Fußende - den Fernseher? Das
Schlafzimmer ist der Ort, in dem
normalerweise Erotik und die Sexualität zu
Hause sind - und er sollte dies auch
ausstrahlen. Überlegen Sie, was Sie
verändern oder sogar entfernen können. Rote
Tücher zum Verhängen des Schreibtischs, neue
Bettwäsche, anregende Bilder, Kerzen oder
Duftlampen wirken Wunder. Schaffen Sie einen
Raum der Sinnlichkeit, damit Sie Ihre
Sinnlichkeit ausleben können.
Reden
Sie miteinander über Ihren Sex
Wissen Sie, wer den besten Sex hat? Paare,
die darüber reden. So kommt zum Einen mehr
Bewußtheit in Ihr Liebesspiel, zum anderen
können Sie sich gegenseitig Ihre Wünsche,
Erwartungen und Phantasien mitteilen. Ihr
Partner/Ihre Partnerin kann sich nur dann
auf Ihre Wünsche einstellen, wenn er/sie
weiß, welche das sind. Wichtig ist: Machen
Sie keine Schuldzuweisungen, sondern reden
Sie entweder in der Ich-Form ("Ich wünsche
mir ...", "Ich fände toll ...") oder in
positiv-konstruktiver Weise ("So ist das
klasse, vielleicht kannst du das und das
noch tun oder ergänzen").
Ein gute Möglichkeit, Wünsche und
Bedürfnisse mitzuteilen ist die sogenannte
"ritualisierte Kommunikation". Setzen Sie
sich gegenüber und einigen Sie sich auf
einen bestimmten wiederkehrenden Satzbeginn,
den Sie jeweils ergänzen. Also
beispielsweise:
"Ich liebe dich dafür, dass ...., Ich liebe
dich dafür, dass ...., Ich liebe dich dafür,
dass ...., usw."
"Eine erotische Phantasie, die ich habe ist
..., Eine erotische Phantasie, die ich habe
ist ..., usw."
"Was ich mir in unserem Liebesspiel wünsche
ist ..., Was ich mir in unserem Liebesspiel
wünsche ist ..., usw."
Verinbaren Sie einen Zeitraum, den jeder
Partner für einen Durchgang hat (3-10
Minuten). Einer spricht, indem er jeweils
mit der Satzformel beginnt und damit
ergänzt, was ihm/ihr gerade einfällt. Der
andere Partner hört nur zu. Anschließend
wird gewechselt. Sie werden erstaunt sein,
wie effektiv diese Methode ist.
Seien Sie unvorhersehbar!
Das häufigste Manko bei langjährigen
Beziehungen ist das eingependelte
Liebesleben: Man kennt sich, man weiß so
ungefähr, wie der andere reagiert, immer
Samstags abends wird zusammen geschlafen
usw. Der Sex ist vorhersehbar und wird zur
Routine, die meisten Paare
haben sich sogar unausgesprochen auf den
kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt.
Wenn Sie dies ändern möchten, dann
durchbrechen Sie das Gewohnte: Sex auch mal
Montags morgen oder außerhalb des Bettes,
mit Licht an (oder aus), ohne Bekleidung
(oder mit) ... Ihre Frau liebt Blümchensex?
Dann fassen Sie sie mal etwas intensiver an.
Ihr Mann steht auf die Missionarsstellung?
Dann setzen Sie sich mal auf ihn. Überlegen
Sie, was das genaue Gegenteil von dem ist,
was Sie bisher tun. Wenn Sie sich trauen,
dann tun Sie genau das. Wenn nicht, dann
eben eine Stufe tiefer.
Entdecken Sie die erotische
Empfänglichkeit Ihrer Hände
Mit über 72.000 Nervenenden sind Ihre Hände
äußerst empfänglich für erogene Reize - man
kann sogar von einer eigenen erogenen Zone
sprechen. Spielen Sie einmal mit jeder
einzelnen dieser Nervenenden, indem Sie sich
die Augen
verbinden und dann Ihren Partner/Ihre
Partnerin vom Kopf bis zu
den Füssen mit den Händen erkunden:
leicht kitzelnd mit den
Fingerspitzen, knetend mit den
Fingern, drückend mit dem
Handballen, kreisend streichend mit
der ganzen Handfläche und tätschelnd
mit der Handoberseite. Anschließend
nehmen Sie die Hand Ihres Partners
und erkunden und massieren dort
jeden Zentimeter: die Handlinien,
die Knöchel, die Fingerzwischenräume
usw. Und dann wechseln Sie!!
Haare
sind Verstärker für sanfte
Liebkosungen
Wenn Sie bei Ihrem Partner/Ihrer
Partnerin wohlige Schauer erzeugen
wollen, dann konzentrieren Sie sich
bei sanften Liebkosungen auf die
Körperteile, die mit Haaren oder
Härchen überzogen sind. Diese
reagieren auf streicheln, pusten,
küssen - und was sie sonst noch so
alles anstellen können -
wesentlich intensiver, als haarfreie
Bereiche. Greifen sie vom Nacken
unters Haar und massieren Sie die
Kopfhaut. Streicheln Sie die Härchen
am Unterarm. Fahren Sie mit dem
Finger die Bauchlinie nach oben. Oh
ja, vergessen Sie auch nicht die
feinen Härchen am Dreieck oberhalb
der Pospalte.
Das Ohr - eine höchst erogene Zone
Das Ohrläppchen und der schmale Streifen
hinter der Ohrmuschel haben eine
Express-Verbindung zum Nervensystem. Die
Stimulierung dieser Bereiche mit einer
kitzelnden Zungenspitze oder einem
streichelnden Finger haben eine sehr
erotisierende Wirkung - vor allem, wenn
sie mit hörbaren Atemgeräuschen verknüpft
sind. Wissenschaftler bezeichnen
dieses Phänomen als
Auriculogenitaler Reflex, ausgelöst,
durch einen Nervenstrang im
Ohrkanal. Er wirkt bei Frauen ebenso
wie bei Männern. (*1)
Haben
Sie immer einen Zettel mit den Maßen
Ihrer Partnerin/Ihres Partners im
Portemonnaie
Beim Schlendern durch die Stadt oder
beim Blättern in Katalogen finden
Sie sicherlich immer mal wieder
Kleidungsstücke oder Accessoires,
die Ihrer Partnerin/Ihrem Partner
gut stehen oder die Sie sich an
ihr/ihm gut vorstellen können.
Sowohl Frauen als
auch Männer finden es toll, wenn ihr
Partner/ihre Partnerin aufmerksam
ist und immer wieder mal ein
Geschenk mitbringt. In solchen
Fällen ist es ganz praktisch, wenn
Sie die Konfektionsgröße, die
Körbchengrösse usw. kennen.
Streicheln
Sie in
Schlangenlinien
Schlangenlinien, Kreise,
Zickzacklinien, Achten oder Kurven
werden von der Haut wesentlich
intensiver wahrgenommen, als gerade
Striche. Die Nerven ahnen nämlich
beim einfachen Rauf- und
Runterstreichen den vorgegebenen Weg
auf der Haut voraus. Bei nicht
voraussehbaren Berührungen und
Streichungen werden sie überrascht
und lösen mehr Gänsehaut aus.
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