Es ist
erstaunlich, welche Wissenslücken in der heutigen
Bildungsgesellschaft über die weibliche und männliche
Sexualität bestehen. Das geht und ging uns nicht anders.
Manchmal reicht eine kleine neue Information, um eine ganz
andere Sichtweise bzw. ein tieferes Verständnis der
Zusammenhänge zu entwickeln. Genau diese
Informationshäppchen wollen wir Ihnen auf dieser Seite
präsentieren.
Wußten Sie,
dass ...
... die
Anatomie der weiblichen und männlichen
Geschlechtsorgane denkbar ungeeignet
platziert sind, um der Frau beim
normalen Geschlechtsverkehr einen Orgasmus
verschaffen?
Sowohl bei der Missionarsstellung, als auch
beim "Löffelchen" ist die Klitoris zu weit
vom Geschehen weg und wird vom Penis nicht
stimuliert. Da die Scheidenwand fast keine
Nerven aufweist (sonst wäre das Gebären zu
schmerzhaft), erreichen viele Frauen den
Orgasmus nur, wenn die Klitoris direkt oder
indirekt stimuliert wird. Hilfreich können
manche Stellungen sein, die den Penis näher
an die Klitoris bringen (der Mann rückt
weiter nach oben, die Frau presst die Beine
zusammen usw.)
... das Menschen dazu tendieren andere so
zu berühren, wie sie selbst gerne angefasst
werden möchten? In der Art und Weise, wie Ihr Partner
oder Ihre Partnerin Sie berührt, können Sie
lernen, wie und wo Sie selbst ihn oder sie
bem nächsten Mal streicheln oder massieren.
Sie sollten aber auch ein Feedback geben und
mitteilen wie Sie es gerne hätten, wenn Sie
beispielsweise zu
zaghaft massiert oder zu feste
gedrückt werden.
... nur die Hälfte der Frauen das Spielen
an ihren Brüsten während des Vorspiels und
Geschlechtsverkehrs mögen?
Laut der Zeitschrift Cosmopolitan berichten
über 90 Prozent der befragten Frauen, dass
Ihre Partner während des Liebespiels gerne
mit ihren Brüsten spielen, aber nur 50 %
dies wirklich genießen.
... bis zu 90 Prozent der Frauen, ihrem
Partner schon einmal einen Orgasmus
vorgetäuscht haben?
Das ergab eine Umfrage der Charité Berlin
unter 575 Frauen zwischen 17 bis 71 Jahren.
Zehn Prozent davon spielten ihrem Partner
mehr als einmal Theater vor und zwar ihm
zuliebe. So wollen 41 Prozent ihren Partner
damit bestätigen, 25 Prozent den Orgasmus
des Partners beschleunigen, 15,9 Prozent
meinen,
... wissenschaftliche Untersuchungen
gezeigt haben, dass der Durchschnitt der
Männer knapp sechs Minuten nach dem
Eindringen in die Scheide zum Höhepunkt
kommen? Es gibt natürlich auch Männer, die ihren
Samenerguss wesentlich länger zurückhalten
können, aber auch welche, die deutlich
früher kommen. Dieses Ergebnis rückt viele
weitverbreitete Vorstellungen und
Erwartungen auf eine realistische Basis.
…
Oralsex die
beliebteste sexuelle Aktivität sowohl bei
Männern als auch bei Frauen ist?
Nach einer Umfrage der Association of
Research lassen sich sowohl die Männer als
auch die Frauen am liebsten oral befriedigen
- zumindest in Amerika. Dazu passt auch eine
Befragung bei 1000 amerikanischen
Studentinnen, die
...
sich 56 Prozent der Deutschen trennen
würden, wenn der Sex schlecht und der
Partner nicht bereit wäre, etwas zu ändern.
Das sollte Grund genug sein, das eigene
Verhalten im Sexleben einmal auf den
Prüfstand zu stellen. Wir fragen uns
allerdings: Was machen die anderen 44
Prozent? (Quelle: Cosmopolitan/welt.de*5)
... nur 26 % der Frauen jedes mal beim
Sex einen Orgasmus bekommen?
Nur etwa ein Viertel der Frauen bekommen bei
jedem Liebesspiel einen Orgasmus. 43 Prozent
berichten sogar, dass sie in vortäuschen,
13% haben mit ihrem derzeitigen Partner noch
nie einen Orgasmus erlebt (Quelle: Sex Life
Survey, Courier-Mail 2001
... Meditation und Entpannung den
Sexdrive erhöht?
Eine wissenschaftliche Studie hat
herausgefunden, dass Meditation, Atemübungen
und Entspannungsmethoden den Pegel des
Hormons Dehydroepiadrosterone (DHEA)
signifikant erhöht, was wiederum den
Sexdrive steigert. (*2)
... Frauen innerhalb der ersten neun bis
dreißig Sekunden bei einem ihnen bisher
unbekannten Mann unbewusst abchecken, ob sie
grundsätzlich mit ihm Sex haben würden oder
nicht?
Dieser Test ist ein Überbleibsel aus der
Steinzeit, als es darum ging, schnell
einschätzen zu können, wem zeige ich die
kalte Schulter und wer hat Merkmale die, mit
meinen vereint, meinen Nachkommen zu Gute
kommen. Diese einmal getroffene Entscheidung
wird nur selten verändert - und wenn, dann
eher von positiv zu negativ. Wenn ein Mann
beim Schnellcheck also durchgefallen ist,
hat er kaum noch eine Chance dies zu
revidieren. Übrigens: das Gleiche läuft auch
bei Männern gegenüber Frauen ab.
... Männer den Höhepunkt ihres Sextriebes Anfang
zwanzig haben, Frauen aber erst ab Mitte
dreißig?
Warum sich manche ältere Männer gerne mit
jungen Frauen umgeben, liegt vielleicht
darin begründet, dass beide ganz zufrieden
damit sind, dass nicht jeden Tag Sex auf dem
Programm steht. Aber auch, dass immer mehr
ältere Frauen auf jüngere Männer stehen und
umgekehrt läßt sich damit erklären. Beide
male sorgt eine übereinstimmende Libido
dafür, dass sich diese Paare durchaus gut
ergänzen.
...
sich jede
dritte Frau in Deutschland wünscht,
ihr Sexleben wäre besser und ein
Viertel der Männer findet, sein
Liebesleben könnte mehr Abwechslung
gebrauchen? Die Ergebnisse dieser Studien
sprechen eigentlich eine deutliche
Sprache: Männer UND Frauen sind
gefordert Verantwortung dafür zu
übernehmen, dass frischer Wind in
ihr Liebesleben kommt. (Quellen:
Viva Vita + GfK/welt.de*5)
Wußten Sie,
dass ...
... die
durchschnittliche Frau sich mindestens 17
Minuten Vorspiel wünscht?
Das hat eine Umfrage bei 709 amerikanischen
Krankenschwestern ergeben. Die meist
geäußerte Klage in dieser Umfrage war, dass
sich Männer zu wenig Zeit für das Vorspiel
nehmen. In einer anderen Studie (Kinsey
Group) wurde
ermittelt, dass nur 7,7 Prozent der
Frauen, bei denen ihre Liebhaber 21
Minuten oder mehr für das Vorspiel
verwendet haben, NICHT zum Orgasmus
kamen. Oder anders ausgedrückt: Über
92 % der Frauen erreichen einen
Orgasmus, wenn das Vorspiel länger
als 21 Minuten dauert.
... die Klitoris bis zu 12 cm lange
Ausläufer (die Schwellkörperschenkel) hat,
die bis in die Leisten reichen?
Nicht nur der kleine sichtbare Teil der
Klitoris, der Schaft und die Glans, sind
berührungsempfindlich und empfänglich für
sexuelle Reize, sondern auch die umliegenden
Bereiche (siehe www.3dvulva.com). Die
Klitoris ist ein weitaus größeres Organ als
allgemein angenommen (das wurde erst 1998
entdeckt). Wenn Sie sich dies bei Ihrem
Liebespiel bewußt machen, kommen Ihnen
vielleicht ganz neue Ideen oder Einsichten.
... es nach
neuesten Erkenntnissen, die oft
anzutreffende Unterscheidung in klitorale
und vaginale Orgasmen gar nicht gibt? Wie im letzten Punkt beschrieben,
reichen die Nervenenden der Klitoris bis in
die Vagina, die Leisten und sogar bis in die
Schenkel hinein. Da die Klitoris dadurch auf
vielfältige Art und Weise erregt wird
(vaginal, G-Punkt, A-Punkt)
wird jeder weibliche Orgasmus
klitoral ausgelöst.
... die Klitoris doppelt so viele
Nervenenden wie die Eichel des Mannes
aufweist, obwohl es sich um das gleiche
Gewebe handelt?
Über 8000 Nervenenden sind bei der Klitoris
auf nur wenigen Millimetern gebündelt,
gegenüber nur 4000 Nervenenden auf der
Peniseichel. Das erklärt, warum die Klitoris
äußerst berührungsempfindlich ist und
(meist) sanft behandelt werden will.
... Frauen während
ihrer fruchtbaren Tage unbewusst die Männer
am attraktivsten finden, die besonders
männlich wirken?
Das ist noch ein Stück urzeitliche
Programmierung, als muskelbepackte Männer
Sicherheit vor Feinden und Hungersnöten
signalisierten. An den nicht fruchtbaren
Tagen zählen wieder mehr die inneren Werte
und emotionale Qualitäten.
... Frauen bei
erotisierenden Gesprächen nur zu sieben
Prozent auf den Inhalt achten?
Frauen achten mehr auf den Ton als auf den
Inhalt, wenn Sie einem Mann zuhören. Zu 38
Prozent achten sie auf die Tonlage, nur zu 7
Prozent auf den Inhalt. Die restlichen 55 %
setzen sie aus Körpersprache, Blicken und
Gesten zusammen.
…
ungenügender Schlaf
bei Frauen den sexuellen Appetit
verringert?
Eine
Studie eines amerikanischen
Schlafforschungszentrum hat heraus
gefunden, dass Frauen nach einer
Nacht mit wenig Schlaf am nächsten
Tag weniger in der Stimmung für Sex
waren. Wahrscheinlich liegt das
daran, das bei
... die
Mehrzahl aller Frauen nur durch direkte
Stimulation der Klitoris zum Orgasmus kommen
kann? Viele Teilnehmerinnen von
Tantra-Workshops u.ä. Seminaren sind sehr
erleichtert, wenn Sie hören, dass auch
andere Frauen beim normalen
Geschlechtsverkehr selten einen Orgasmus
erleben. Einfach deshalb, weil dabei die
Klitoris nicht direkt bzw. nicht genügend
stimuliert wird. Es ist deshalb eine gute
Idee, Hilfsmittel wie Penisringe, Vibratoren
oder den eigenen Finger zu verwenden. Da bei
Frauen die Erregungskurve lansamer abnimmt,
haben manche Paare für sich die Lösung
gefunden, dass der Mann zuerst der Frau über
direkte Klitoris-Stimulation (Lecken,
Streicheln usw.) den Höhepunkt schenkt und
dann entspannt mit ihr schläft oder sie
zusammen das tun, was gerade Spaß macht.
... auch Frauen bei sexueller Erregung
eine sichtbare Erektion bekommen?
Wie der Penis besteht auch die
Klitoris
aus erektilem Gewebe, dass sich durch die
Zufuhr von Blut vergrößert und anschwillt.
Die
Glans und
der Klitorisstamm erigieren fühlbar (und
manchmal auch sichtbar). Die gesamte
Vulva (u.a.
die äußeren und inneren Schamlippen) und die
Wände der
Vagina
schwellen an.
... die Vulva nur sehr langsam altert?
Im Vergleich
zu anderen Organen altert die Vulva nur sehr
langsam. Das hängt u.a. damit zusammen, dass
sie zum größten Teil aus Schwellgewebe
besteht und deutlich geringer auf den
Rückgang der körpereigenen
Östrogenproduktion
nach der
Menopause anspricht, als andere
Organe. Sie ist oft bis weit über
das sechzigste Lebensjahr hinaus
noch faltenfrei.
(*3)
... nur 6 %
der Frauen Sex für unverzichtbar halten?
Auf die Frage Gewis-Instituts an 1091
Frauen, worauf sie am wenigsten einen Monat
lang verzichten könnten, nannten 35 % auf
Platz 1 TV-Romanzen, auf Platz zwei kam
Schokolade mit 23% und auf Platz 3 heiße
Schaumbäder. Nur 6 % wählten Sex als
unverzichtbar. Männer, es wird Zeit, daran
etwas zu ändern!
... der Hals und seine Seitenpartien bein
Frauen neben Klitoris und Mund die
erogensten Zonen sind?
Das haben 90% von 6000 befragten Frauen
angegeben (Onlinebefragung von
getlippy.com). Sie lieben es, in der
Halspartie geküsst, angehaucht,
angeknabbert, gesaugt oder gestreichelt zu
werden. (*1)
... Frauen neunmal mehr Lustfähigkeit
besitzen als Männer?
So zumindest
heißt es unter anderem in der griechischen
und orientalischen Legende über den blinden
Seher Tereisias, der sieben Jahre im Körper
einer Frau gefangen war. Das muss den
Männern soviel Angst gemacht haben, dass in
den Jahrhunderten danach die weibliche
Sexualität verteufelt wurde, dass die Vulva
zur "Scham" wurde und Frauen nach dem ersten
Geschlechtstermin ihre "Unschuld" verloren.
Wußten Sie,
dass ...
... sich der Geschmack der
Samenflüssigkeit durch manche
Nahrungsmittel verändert?
Durch das in der Samenflüssigkeit
enthaltene Zink wird der Geschmack
oft als metallisch beschrieben. Er
kann sich aber auch durch zuvor
eingenommene Nahrungsmittel
verändern. Besser schmecken soll er
bei intensiven Genuß von Früchten,
insbesondere Zitrusfrüchte,
…
das ungepflegte
Männerfüße der größte Abtörner für
Frauen sind?
Also Männer: öfter mal zur Fußpflege gehen.
(Quelle: Forsa/welt.de*5)
... die
Samenflüssigkeit nicht mit dem Sperma
identisch ist?
Tatsächlich machen die Samenzellen weniger
als 10 Prozent des Ejakulats aus. Der Rest
dient als Beförderungs- und Nährmittel für
die Spermien und enthält über 30
verschiedene Substanzen. Auch nach einer
Vasektomie produziert ein Mann weiterhin
"Liebessaft".
... die
durchschnittliche Länge des Penis während
der Erektion 14,75 Zentimeter beträgt?
Der amerikanische Sexforscher Alfred Kinsey
hat diese "Standardlänge" bei seinen Studien
ermittelt.
... Männer morgens um 9 Uhr sexuell in
Bestform sind? Der Testostoronlevel erreicht beim Mann
um diese Uhrzeit seinen Gipfel.
…
Männer in ihrem Leben insgesamt
weniger als drei Stunden Orgasmen
erleben?
Dies wollen chinesische
Gynäkologieexperten herausgefunden
haben. Verantwortlich für die
geringe Zeit, die Männer in Ekstase
zubringen, sei vor allem das zu
schnelle Lebenstempo. Bei Männern im
Alter zwischen 18 und 58
dauert der Orgasmus im Durchschnitt
2,5 Sekunden. Bei angenommenen zwei
Mal Sex pro Woche kommen Männer
damit auf 2 Stunden 53 Minuten.
... Männer bei Frauen zuerst die Augen
wahrnehmen?
Entgegen weitläufigen Ansichten schauen
Männer nicht zuerst auf den Busen, sondern
nehmen Frauen in der Reihenfolge Augen,
Gesamterscheinung und Gesicht wahr. Selbst
bei einschlägigen Magazinen mit viel nackter
Haut ist der Blick in die Augen
entscheidend dafür, ob ein Mann die
abgebildete Frau erotisch findet.
Frauen nehmen Männer übrigens in
dieser Reihenfolge wahr: Augen,
Geschlechtsteil, Hände,
Gesamterscheinung. (*3)
...
Männer, die bei der
Hausarbeit helfen, besseren Sex haben.
Dies ergab eine Studie der
Riverside-Universität. Wahrscheinlich liegt
es daran, das diese Männer sich gernerell
mehr um die Bedürfnisse Ihre Partnerinnen
kümmern - und diese sich revanchieren.
Quellen:
Wir haben uns die Fakten auf dieser Seite natürlich
nicht aus den Finger gesogen, sondern in diversen
Quellen gefunden. Im nachfolgenden eine Auflistung
dieser Quellen:
Fotos:
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